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Die Spur der Zeit • Aufbruch und Ernüchterung in der DDR – Literatur • Szenische Lesung

Typografie: Frithjof Meinel unter Verwendung von „Stillleben mit Brille“, 1962 von Willi Sitte
VG Bild-Kunst Bonn 2021

Vorstellungstermine

09.12.2021 – 18:30 Uhr
08.01.2022 – 18:30 Uhr
05.02.2022 – 18:30 Uhr

Veranstaltungsort

Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale)
Friedemann-Bach-Platz 5
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345/21259-40

Karten sind über die Tickethotline des Museums zu buchen.
Freischaltung erfolgt circa vier Wochen vor dem jeweiligen Vorstellungstermin.

Literatur als Spiegel der Zeit – der Zeit des Malers und Kulturfunktionärs Willi Sitte in der DDR. Begleitend zur Sitte-Retrospektive im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) lässt die szenische Lesung Texte von Christa Wolf, Sarah Kirsch, Erik Neutsch und Wolf Biermann lebendig werden. Sie spiegeln die Atmosphäre der Jahre vom Mauerbau 1961 bis zur Wende 1989 wider. Mit diesen Autorinnen und Autoren verbanden Willi Sitte zeitweilig feste Freundschaften.

Die Premiere dieser szenischen Lesung fand am 26.11.2021 statt.

Mitteldeutsche Zeitung 30.11.2021
Foto: Markus Scholz

Flyer als Download

Abschiedsveranstaltung des Einar-Schleef-Projekts

Altarraum in der Marktkirche, Halle (Saale)
30.11.2021, 19:00 Uhr

Als Ersatz für die pandemiebedingt ausgefallene Abschiedsaufführung fand eine Präsentation der DVD zum Schleef-Projekt im Rahmen des EFRE-Konzepts zum Umbau und der denkmalgerechten Sanierung der Marktkirche statt.

Der Direktor des Kunstmuseums Moritzburg Halle, Thomas Bauer-Friedrich, hielt einen Einführungsvortrag zu Einar Schleefs bildkünstlerischem Werk.

Mitteldeutsche Zeitung 30.11.2021

Das Plakat und der Flyer zur Veranstaltung als Download:

Einar-Schleef-Projekt in der Moritzburg

Der Theaterregisseur, Autor und Maler Einar Schleef in seinen Tagebüchern

eine szenische Lesung

Abschiedsvorstellung im Kunstmuseum Moritzburg

pandemiebedingt ausgefallen

https://www.kunstmuseum-moritzburg.de

Hier geht’s zum Trailer!

Foto: Markus Scholz

„Jugend in der Provinz, vielversprechender Karrierebeginn in der DDR, Flucht und Isolation, Skandale und Erfolge, dutzendweise abgebrochene (Theater)Projekte und schließlich ein früher, einsamer Tod.“ (Behrens).

Einar Schleef, dieser genialische, vielseitige Künstler war eine schillernde Persönlichkeit, die „es sich und anderen gern unbequem machte“ – im eigenen Leben und in seiner Kunst. Seine Theaterinszenierungen waren von Anfang an heiß umstritten in Ost und West. In seiner Kunst, seinen Bildern und seinen Büchern gab es eines nicht: den Kompromiss.

1944 in Sangerhausen geboren, zog es ihn bereits als Kind zur Kunst. Er spielte Puppentheater für die Nachbarskinder, malte und begann im Alter von neun Jahren regelmäßig Tagebuch zu schreiben – bis zu seinem Tod. Von Anfang an sind sie für ihn ein Mittel der Selbstverständigung. Diese fünf Tagebücher, die Schleef in späteren Jahren mit Kommentaren versehen und für die Veröffentlichung vorbereitet hat, sind Material und Inspiration für das Projekt der Sprechbuehne. In Kooperation mit dem Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale), das Schleefs bildkünstlerischen Nachlass verwaltet, will die szenische Lesung Einblicke in sein Leben und Werk geben. (Literatur: W. Behrens: Einar Schleef. Theater der Zeit. Berlin. 2003)

Am 17.01.2019 wäre Schleef 75 Jahre alt geworden. Das ist uns Anlass, an diesen bild- und wortgewaltigen Künstler zu erinnern.

„Eigene Sprache heißt Mündigkeit, heißt Schuld, Strafe, heißt Individualität.“ Einar Schleef

Einar Schleef: Klage (Telefonzelle XV), 1978-83, Mischtechnik auf Leinwand, 150 x 80 cm, Leihgabe aus Privatbesitz, Kulturstiftung Sachsen – Anhalt, Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale), Foto: Ludwig Rauch © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Video-Premiere Einar-Schleef-Projekt + Gesprächsrunde

Abschluss der Kleinen-Fächer-Wochen, Abteilung Sprechwissenschaft und Phonetik, Uni Halle

Video-Premiere Einar-Schleef-Projekt + Gesprächsrunde

31. Januar 2020 | 19 – 21 Uhr
Hörsaal II, Steintorcampus, Adam-Kuckhoff-Straße 35, Halle

Der Eintritt ist frei.

Gesprächsteilnehmende

Thomas Bauer-Friedrich, Direktor des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale)
Hans-Ulrich Müller-Schwefe, langjähriger Freund und Lektor von Schleef, Suhrkamp Verlag
Martina Haase, Regisseurin, Sprechbuehne Uni Halle
Andreas Montag (Moderation), Ressortleiter Kultur der Mitteldeutschen Zeitung

Die Sprechbuehne der Abteilung Sprechwissenschaft hat dem genialischen, vielseitigen Künstler, Theaterregisseur, Autor und Maler Einar Schleef (1944-2001) anlässlich seines 75. Geburtstages eine szenische Sprechcollage „Ich bin ein anderer in mir, den muss ich fragen. Einar Schleef“ gewidmet. Entwickelt wurde dieses Projekt in Kooperation mit dem Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale), das auch den bildkünstlerischen Nachlass des Künstlers verwaltet. Die Inszenierung wurde mehrfach im Museum präsentiert.

Plakat/Typografie: Frithjof Meinel